Bitbond, das derzeit das erste von der Bafin genehmigte Security Token Offering (STO) in Deutschland durchführt, hat ein Bounty-Programm gestartet. Ziel ist es, die letzten 1 Mio. EUR aufzubringen, um den Soft Cap zu erreichen.

Ziel von Bounty-Programmen ist es, so genannten „Bounty-Jägern“ einen Anreiz zu geben, durch gezielte Promotionsaufgaben in ein Fundraising-Projekt einzusteigen. Diese Aufgaben können von der Veröffentlichung projektbezogener Inhalte in Social Media bis hin zur aktiven Einbindung von Investoren reichen. In der Regel belohnt das Projekt Kopfgeldjäger mit Projekt-Token.

Während des ICO-Booms 2017 waren Bounty-Programme üblich, aber sie haben sich einen negativen Ruf erworben. Die Anreize für Kopfgeldjäger – die oft keinen Bezug zum Projekt und kein Wissen über die Investitionsmöglichkeit haben – Ihr Projekt zu fördern, klingt nicht nach professioneller Investitionsförderung. Unternehmen laufen auch Gefahr, dass falsche Informationen öffentlich bekannt gemacht werden, was schwer zu überwachen oder zu kontrollieren ist.

Obwohl im ICO-Bereich alltäglich, haben die meisten STOs keine Bounty-Programme gestartet. Der Grund dafür ist, dass die STOs einer viel strengeren regulatorischen Kontrolle unterliegen und daher vorsichtig sein müssen, wie ihre Projekte öffentlich gefördert werden. Darüber hinaus sind Wertpapier-Token ein regulierter finanzieller Vermögenswert und können ohne KYC-Check nicht an zufällige Kopfgeldjäger verteilt werden.

Bitbond bietet sechs Möglichkeiten, Bounty-Prämien zu verdienen

Bitbond startete sein Bounty-Programm am 8. Mai und kündigte an, dass sie 2% der gesamten während der STO gesammelten Mittel für das Bounty-Programm verwenden.

Das Unternehmen bietet sechs verschiedene Bounty-Modelle an:

1. Hunter Bounty: Empfehlungen, die zur Teilnahme am Bounty-Programm führen.

2. Affiliate Bounty: 5% Provision bei Verweisungen, die zu Investitionen über 10.000 € führen.

3. Signature Bounty: Token-Kompensation für aktive BitcoinTalk-Nutzer, die das STO in ihrer Unterschrift bewerben.

4. Kreative Prämie: Belohnungen für kreative Werbung in Form von Memes, Gifs, Bildern, etc.

5. Social Media Bounty: Vergütung für STO-Promotion durch qualifizierte Twitter-, Facebook-, LinkedIn- und Telegramm-Konten.

6. Inhalts-Bounty: Belohnungen für die Erstellung von Artikeln und Videos, die das Bewusstsein für das BitBond STO erhöhen.

Bitbond benötigt noch 1 Mio. EUR, um seinen STO-Softcap zu erreichen

Bitbond CEO Radoslav Albrecht kommentierte gegenüber CryptoGlobe, warum das Unternehmen ein Bounty-Programm gestartet hat. Er sagt: „Seit unserem Start im Jahr 2013 hat Bitbond immer eng mit der Krypto- und Blockchain-Community zusammengearbeitet. Dieses Bounty-Programm gibt uns die Möglichkeit, uns weiter mit unserer Community zu engagieren, Bitbond Early Adopters zu belohnen und die Neuigkeiten über unser neues bahnbrechendes Projekt, das Bitbond STO, zu verbreiten.“

Der eigentliche Grund für das Bounty-Programm ist wahrscheinlich die bisherige Leistung der STO. Bitbond wurde am 11. März gestartet und erhielt am ersten Tag 1 Mio. EUR. Die Wochen nach dem Vorsprung waren jedoch weniger beeindruckend. Bislang hat Bitbond rund 2 Mio. EUR aufgenommen.

Es ist also noch ein weiter Weg, bis die STO ihren Soft Cap von 3 Mio. EUR erreicht. Die STO sollte Anfang Juni abgeschlossen werden. Daher besteht Druck, die letzten 1 Mio. EUR einzuziehen. Das ist vor allem der Grund, warum Bitbond ein Bounty-Programm gestartet hat.

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