Das Crypto Valley wächst weiter. CV VC hat die vierte Ausgabe seines Crypto Valley Top 50-Reports veröffentlicht, der die Entwicklungen in der Region im zweiten Halbjahr 2019 beleuchtet.

Dem Bericht zufolge ist die Gesamtzahl der im Crypto Valley ansässigen Blockchainnunternehmen in der zweiten Hälfte des Jahres 2019 von 810 auf 842 gestiegen. Das ist ein Anstieg um 92 von 750 im Dezember 2018. Auch die Zahl der Arbeitsplätze ist von 3.300 im Jahr 2019 auf 4.400 im Dezember 2019 gestiegen.

Crypto Valley: Lokale Konzentration in Zug, Zürich und Liechtenstein

Die Definition des Berichts „Crypto Valley“ umfasst sowohl die Schweiz als auch Liechtenstein. Das Ökosystem in der Schweiz ist grösser, da die Hälfte der registrierten Unternehmen im Kanton Zug ansässig ist.

Die anderen Hotspots der Blockchain befinden sich in Zürich (139 Unternehmen), Genf (45), Tessin (42), Waadt (27), Luzern (16) und Bern (14). Die Zahl der Unternehmen in Liechtenstein hat sich innerhalb der letzten sechs Monate auf 80 verdoppelt.

Mathias Ruch, Gründer und CEO von CV VC, sagt: „Die Schweiz und Liechtenstein sind nach wie vor attraktive Drehscheiben, die wichtige Unternehmen, Plattformen und Projekte in die Schweiz bringen.“

Kombinierte Bewertung aufgrund des Rückgangs von Ethereum gesunken

Die Bewertung der 50 führenden Blockchainnunternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein beläuft sich nun auf zusammen 25,3 Milliarden Dollar. Obwohl die Zahl der Unternehmen gestiegen ist, ist die kombinierte Bewertung zurückgegangen. Der Hauptgrund dafür ist der Rückgang des Wertes von Ethereum, dem grössten Anteilseigner im Crypto Valley, im zweiten Halbjahr 2019, der sich seit Juni fast halbiert hat.

Betrachtet man die kombinierte Bewertung ohne Ethereum, so blieb der Wert der CV-Unternehmen mit 10,8 Milliarden Dollar fast unverändert. Ruch kommentiert: „Die neuesten Zahlen aus dem CV VC Top 50 Report zeigen, dass das Crypto Valley mit seinen 842 Unternehmen stabiler und reifer geworden ist.

Infrastruktur entwickelt sich weiter; erste Krypto-Banken gestartet

Auch die Infrastruktur im Crypto Valley ist gereift. Die Schweizer Finanzaufsichtsbehörde Finma hat den ersten Kryptobanken SEBA Bank und Sygnum Bank zwei Banklizenzen erteilt. Zwei weitere Unternehmen haben sich um eine Banklizenz beworben, die innerhalb des Jahres 2020 erwartet werden.

„Die Stärke des Schweizer Blockchain-Ökosystems ist offensichtlich“, sagte Daniel Diemers, Partner bei Strategy& Switzerland. „Nicht nur Kryptobroker und jetzt auch Kryptobanken sorgen für Aufsehen, sondern auch gross angelegte Tokenisierungsprojekte. Hinzu kommt die allgemein höhere Aktivität im Bereich der Blockchain, insbesondere bei den traditionellen Industrieunternehmen in der Schweiz.“

Zudem wurde das liechtensteinische Blockchainngesetz im vergangenen Jahr vom Parlament verabschiedet und ab Januar 2020 in Kraft gesetzt. Auch die Schweiz hat Änderungen an der bestehenden Gesetzgebung vorgenommen und damit ihren prinzipienbasierten Ansatz gestärkt. Die Verbesserung der regulatorischen Rahmenbedingungen in der Region wird in den kommenden Monaten mehr Krypto- und Blockchainnunternehmen anziehen.

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