Die erste liechtensteinische Krypto-Börse LCX ist nun Mitglied im Blockchain Research Institute. Die Ankündigung erfolgte, nachdem der Exchange vom liechtensteinischen Wirtschaftsministerium eine Gewerbeerlaubnis erhalten hat.

Das Blockchain Research Institute (BRI) hat die Liechtenstein Crypto Assets Exchange (LCX) als „Blockchain Pioneer“ bezeichnet. Die Ankündigung erfolgte während der LCX Blockchain Sessions in Vaduz. Don Tapscott, Prinz Michael von Liechtenstein und LCX-CEO Monty Metzger nahmen an der Feier teil.

„Die Erleichterung des Zugangs zu institutionellen Investitionen ist entscheidend für die allgemeine Verbreitung der Blockchain auf allen Märkten. LCX ist in dieser Hinsicht wegweisend, weshalb ich sie gerne als Pioniermitglied im Blockchain Research Institute willkommen heisse“, sagt Don Tapscott, Mitbegründer von BRI.

BRI ist ein unabhängiger, globaler Think-Tank. Ziel ist es, Blockchain-Initiativen in Wirtschaft und Verwaltung weiterzuentwickeln. BRI wurde von Don und Alex Tapscott gegründet und hat seinen Hauptsitz in Toronto, Kanada.

Als Mitglied von Blockchain Pioneer hat LCX Zugang zu einem breiten Netzwerk von Forschungsprojekten und internationalen Unternehmen. Weitere Mitglieder von BRI Pioneer sind Nasdaq, Deloitte, IBM, Microsoft, Accenture und viele mehr.

LCX CEO Monty Metzger sagt: „LCX ist stolz darauf, vom Blockchain Research Institute zum Blockchain Pioneer ernannt zu werden und dem BRI als Mitglied beizutreten. Wir erwarten von BRI ein leistungsstarkes, kollaboratives Netzwerk, während wir daran arbeiten, die Infrastruktur für die nächste Wachstumswelle der Blockchain-Industrie aufzubauen und die Werkzeuge und Produkte für institutionelle Investoren zu entwickeln, die sich den Krypto-Assetmärkten anschliessen wollen.“

Die Business-Lizenz ermöglicht es LCX, Zahlungs- und Utility-Token-Handelsdienstleistungen anzubieten

Die Nachricht kam kurz nach der Ankündigung, dass LCX vom liechtensteinischen Wirtschaftsministerium eine Gewerbeerlaubnis für Geschäfte in Liechtenstein erhalten hat. Dazu gehört auch die Erlaubnis, Börsenhandelsdienstleistungen für Utility- und Zahlungs-Token zu erbringen.

Das liechtensteinische Blockchain-Gesetz unterscheidet drei verschiedene Tokentypen: Payment-, Utility- und Security-Token.

Unter der aktuellen Lizenz kann LCX Zahlungs- und Utility-Token handeln, nicht aber Security-Token. Daher hat die Börse ihr Grundkapital von 100’000 CHF auf 1’000’000 CHF erhöht, um die Anforderungen der Finanzmarktaufsicht (FMA) an den Handel mit Wertpapier-Token zu erfüllen.

LCX plant, vier Dienstleistungen anzubieten

LCX Exchange: Handelsplattform für Sicherheitstoken und andere Kryptoassets

LCX Vault: Krypto-Custody-Service mit spezieller Hardware-Sicherheit

LCX Terminal: Ein einziger Handelsplatz für Krypto-Assets, der mehrere wichtige Krypto-Börsen wie Binance, Bittrex, Coinbase, Poloniex und LCX’s eigene Börse unterstützt.

Binance LCX: Fiat-to-Crypto-Börse in Partnerschaft mit Binance, die den Handel von Schweizer Franken und Euro gegen wichtige Kryptowährungen anbietet.

Alle Dienstleistungen werden nach liechtensteinischem Recht voll lizenziert und entsprechen dem Blockchain-Gesetz, das Anfang 2019 in Kraft treten wird. „Wir werden neue Standards in Bezug auf KYC und AML setzen, die jeder Kunde von LCX bestehen sollte“, sagt ein Vertreter von LCX.

Sowohl der Beitritt zum BRI-Netzwerk als auch die Geschäftslizenz sind wichtige Meilensteine für LCX. Darüber hinaus hat die Börse kürzlich die Closed-Beta-Version des LCX-Terminals angekündigt.

„Sobald wir entscheiden, dass wir bereit sind, unsere Börse in das Terminal zu integrieren, können wir mit diesem Produkt an die Börse gehen. Alle anderen Produkte sind in der Entwicklung und werden in naher Zukunft angekündigt und veröffentlicht“, sagt LCX.

Der Austausch ist einer der wichtigsten Eckpfeiler des liechtensteinischen Blockchain-Ökosystems. Es wird die erste regulierte Krypto-Börse Liechtensteins sein und könnte zu einem entscheidenden Schritt für die Branche werden.

 

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