PwC Schweiz will zu einem führenden Anbieter von Smart Contract Audit werden. Zum Aufbau der Fachkompetenz hat das Unternehmen kürzlich das Team der Blockchain-Security-Firma ChainSecurity eingestellt.

PwC Schweiz hat das Team der Schweizer Blockchain-Security-Firma ChainSecurity eingestellt. Das Team wird für die Firmenkunden von PwC technische Prüfungen von Smart Contracts und Blockchain-Projekten durchführen. Mit der „acquihire“ will sich PwC Schweiz als führender Anbieter von Smart Contract Assurance positionieren.

Andreas Eschbach, Partner und Leiter Risk Assurance Services bei PwC Schweiz: „Als Teil von PwC Schweiz wird sich das ChainSecurity-Team darauf konzentrieren, die Blockchain-Prüfungen von PwC Schweiz zu beschleunigen, darunter technische Prüfungen, Prüfungen von Smart Contracts und Blockchain-Plattformen sowie Risikoabsicherungsdienstleistungen für Kunden, die Kryptosysteme besitzen.

ChainSecurity: Sicherheitsaudits für Blockchainnunternehmen

ChainSecurity wurde 2017 als Spin-off des ICE-Zentrums, einem F&E-Labor der ETH Zürich, gegründet. Die Gründer haben die Sicherheitsarbeitsgruppen der Crypto Valley Association, der Ethereum Enterprise Alliance und der Swiss Blockchain Federation geleitet und im vergangenen Mai die Initiative Swiss Blockchain Security gestartet. Die Firma beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter, wie auf der Website zu lesen ist. Sie hat mehr als 75 Blockchain-Firmen als Kunden.

Der Hauptgeschäftsschwerpunkt des Unternehmens liegt auf Produkten und Dienstleistungen zur Absicherung von intelligenten Verträgen und Blockchain-Protokollen. Dazu gehört die Entwicklung von massgeschneiderten Sicherheitslösungen für Blockchain-Projekte, die Identifizierung von Schwachstellen und die Überprüfung der funktionalen Korrektheit von Smart Contracts, Blockchain-Plattformen und Protokollen. Zusätzlich bietet ChainSecurity Forschung und Entwicklung in den Bereichen Blockchain-Sicherheit, Programmanalyse und maschinelles Lernen.

In Zukunft wird das Team diese Dienstleistungen als Teil von PwC Schweiz anbieten. Ein Vertreter von ChainSecurity sagt: „Wir freuen uns sehr, dass unser Team zu PwC Schweiz stösst. Als Teil von PwC Schweiz werden wir unserer Mission treu bleiben, Vertrauen in Blockchain-Projekte zu bringen. Wir sind allen unseren Kunden und Kollegen dankbar, dass sie uns auf diesem Weg unterstützen. Wir freuen uns auf dieses neue Kapitel“.

Intelligente Vertrags- und Sicherheitsaudits werden immer wichtiger

Da immer mehr Unternehmen die Blockchain-Technologie einsetzen und eigene Lösungen entwickeln, wird die Blockchain-Sicherheit immer mehr zur Priorität. Im vergangenen Jahr investierten Nomura Holdings und Digital Garage in das Blockchainnsicherheitsunternehmen Quantstamp. Das X-Force Red-Sicherheitsteam von IBM arbeitet an einem Blockchain-Sicherheitstestservice.

Auch PwC ist als eine der vier führenden Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften weltweit kein Unbekannter im Blockchain-Bereich. Das Unternehmen hat erst kürzlich eine Softwarelösung für die Prüfung von Krypto-Währungen auf den Markt gebracht.

Sicherheitsprüfungen sind nicht nur eine Notwendigkeit, um die Sicherheit der Plattform zu gewährleisten, sondern auch, um die Funktionsfähigkeit intelligenter Verträge nachzuweisen. Bislang erkennen die meisten Länder intelligente Verträge nicht als rechtsverbindliche Verträge an. Dies hat sich jedoch in letzter Zeit zu ändern begonnen.

Heute erkennen mehrere US-Bundesstaaten Smart Contracts im rechtlichen Umfeld an. Illinois war der letzte Staat, der erst letzte Woche beigetreten ist. Vermont führte die Anklage mit seinem Schritt 2016 an, Blockchain Records vor Gericht zulässig zu machen und ein Jahr später verabschiedete Arizona ein ähnliches Gesetz. In den meisten europäischen Ländern werden intelligente Verträge jedoch nicht als Rechtsdokument, sondern nur als technische Konstruktion angesehen. Umso kritischer sind technische Audits, denn bei fehlender Rechtssicherheit muss sich der Nutzer auf die technische Funktionalität verlassen können.

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