Ein Innovationspark im St. Galler Lerchenfeld und Buchs soll die internationale Zusammenarbeit und Forschung in der Region fördern. Liechtenstein hat seine Unterstützung für das Projekt angekündigt. Liechtensteiner Unternehmen können sich beteiligen.

Switzerland Innovation kündigte einen sechsten Innovationspark im St. Galler Lerchenfeld und Buchs SG an. Ziel ist es, Innovationen im Gesundheitswesen, in der Digitalisierung und im Maschinenbau zu fördern. Startups, Kleinunternehmen und Grosskonzerne sind eingeladen, Teil des Projekts zu werden und die Innovation in der Region voranzutreiben.

Beat Tinner, der am Projekt beteiligt ist, sagt in der offiziellen Pressemitteilung von Switzerland Innovation: „Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ist es wichtig, in Forschung und Innovation zu investieren. Gemeinsam mit unseren Partnern aus Forschung und Wirtschaft sowie unseren Nachbarkantonen und Bildungsinstitutionen können wir international führend bleiben.“

Die Schweiz bemüht sich um die Vorreiterstellung bei internationalen Innovationen

Solche Innovationsparks sind keine Neuheit. Ähnliche Innovationsparks gibt es in Allschwil, Biel, Dübendorf, Lausanne und Villigen. Derjenige in St. Gallen Lerchenfeld und Buchs SG wird der sechste sein. Ziel dieser Projekte ist es, die Kräfte privater und öffentlicher Forschungseinrichtungen zu bündeln, um Innovationen zu fördern.

Ruedi Noser von Switzerland Innovation kommentiert: „Mit dem Switzerland Innovation Park Ost werden wir in allen Regionen der Schweiz präsent sein, was unsere Wirkung noch verstärkt. Die Erweiterung und die neuen Schwerpunkte sind eine Bereicherung für unser Netzwerk und werden die Schweiz als internationalen Innovationsführer stärken.“

Die Schweiz hat in den letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen, um führende internationale Innovationen in die Schweiz zu holen. Wie Liechtenstein hat sich auch das Land als Technologie- und Innovations-Hub im Herzen Europas positioniert.

Liechtensteiner Unternehmen sind zur Teilnahme eingeladen

Liechtenstein wird sich mit 100.000 CHF am Innovationspark beteiligen. „Die Regierung ist überzeugt, dass grenzüberschreitende Forschungs- und Innovationsprojekte und -netzwerke, zu denen auch der Innovationspark gehört, für eine nachhaltige Entwicklung und Stärkung der Wirtschaft und der Forschungsinstitutionen sowie für eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen und der Region wichtig sind“, so das zuständige Ministerium.

Liechtensteiner Unternehmen und die Universität Liechtenstein können sich an dem Projekt beteiligen. Und das sollten sie auch: Das Schweizer Innovationsökosystem hat Stärken, die Liechtenstein vielleicht nicht hat, und umgekehrt. Es ist gut, einen solchen Austausch zu pflegen und sogar gemeinsam an Innovationsprojekten zu arbeiten, um von den Stärken des anderen zu profitieren.

Das gilt vor allem deshalb, weil Liechtenstein ein relativ kleines Land ist und nicht annähernd so viele grosse multinationale Konzerne hat wie die Schweiz. Da diese Unternehmen oft über viel mehr Ressourcen für Forschung und Entwicklung verfügen, kann die Suche nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit für Startups von grossem Vorteil sein.

Liechtensteiner Unternehmen können auch von der internationalen Zusammenarbeit in Innovationsparks profitieren, um Wege zum Markteintritt in der Schweiz oder auch in Deutschland zu erkunden. Liechtenstein ist zu klein für Unternehmen, um ein Produkt oder eine Dienstleistung in grösserem Umfang einzuführen, was bedeutet, dass jedes Unternehmen früher oder später ins Ausland gehen muss, um eine bedeutende Grösse zu erreichen. Erste Erfahrungen in einem Innovationspark zu machen, kann auf diesem Weg hilfreich sein.

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