Neobanken, wie N26 and Revolut, haben traditionelle Bankendienstleistungen verändert. Remote Work wird ähnliche Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle der Beratungsbranche haben – und nicht nur wegen COVID-19.

Arbeitsgewohnheiten ändern sich signifikant

Die Auswirkungen von COVID-19 sind für jeden sichtbar, nicht zuletzt durch das unvorstellbare Ausmaß, das die Menschen nun zwingt in „Social Distancing“, Isolation und Quarantäne zu leben, sondern auch das Arbeitsleben ist stark betroffen und Zwangsmaßnahmen, wie das Arbeiten von zu Hause bzw. „Home-Office“ ist nun neuer Alltag.

Während der allgemeine Trend in den letzten Jahren schon in Richtung “Remote Work” ging und auch die Anzahl der Unternehmen, die entweder vollständig auf Mobiles Arbeiten umgestiegen sind oder zumindest flexiblere Arbeitsmodelle anboten, deutlich anstieg, waren diese Maßnahmen durch arbeitnehmerrfreundliche Strukturen geprägt und sollten aktiv dazu beitragen Flexibilität, Work-Life Balance und Effizienz zu steigern. Die freie Wahl mobil zu arbeiten stellt sich seit der Corona Krise nicht mehr und Unternehmen sind gezwungen ihre Systeme und Prozesse schnellstmöglich anzupassen – ein Kampf ums Überleben.

Trotz dem hohen Druck der derzeit auf den Teams lastet, kann ein positiver Effekt in der Transformation dieser neuen mobilen Arbeitsmöglichkeiten beobachtet werden. Ein deutlicher Vorteil aus Sicht des Managements ist, dass ein ortsunabhängiger und uneingeschränkter Zugang zu globalen Talenten möglich ist. Insbesondere für Industrieunternehmen oder so genannten „Hidden Champions“, sichert die Innovationstärke des Unternehmens die Konkurrenzfähigkeit im globalen Wettbewerb. Jedoch befinden sich diese häufig fern ab von attraktiven Standorten und dies stellt eine Herausforderung im Kampf um Talente dar. Dies obwohl sie gehaltlich konkurrenzfähig sind, häufig den standortnachteil sogar mit einem höheren Gehalt kompensieren.

Dezentralisierte Teams haben den klaren Vorteil, dass die Standortlimitationen wegfallen und die Kandidatensuche nun über Ländergrenzen hinweg erfolgen kann.

Zusätzlich können so Overhead-Kosten reduziert werden und eine weitere positive Begleiterscheinung ist die nachweislich gesteigerte Mitarbeiterzufriedenheit. Diese resultiert vornehmlich aus der Kombination von mehr Selbstverantwortung und Selbstbestimmten Arbeiten.

Der Trend des Mobilen Arbeitens

Remote Freelancing ist nur durch den technologischen Fortschritt möglich. Cloud-Storage, Kollaborations-Tools sowie das schnellere Internet ermöglichen es dem Freelancer und dem Kunden über geografische Grenzen hinweg zu arbeiten. Informations-, wissensbasierte und konzeptionelle Arbeit ist „the Future of Work“ und wird schon heute als die Vierte Industrielle Revolution deklariert. Alleine in den USA sind mehr als 55 millionen Menschen als Freelancer tätig, auch in Europa sehen wir die ersten Zeichen eines Mega Trends.

Die Rekrutierung von globalen Talenten ermöglicht nicht nur dem “War of Talent” entgegen zu wirken, sondern das veraltete „9-5“ Konzept zu verwerfen und neues Arbeitsmodell über mehrere Zeitzonen hinweg zu konzipieren und potenzielle Effizienzen im „Workflow“ zu heben, die vorher undenkbar waren.

Fintalent: BCG, McKinsey und Goldman Talente “as-a-service”

Der Finanzdienstleistungssektor ist wohl eine der am stärksten institutionalisierten Branchen überhaupt. Dies war der wesentliche Anstoss eine Plattform zu gründen, die eine Alternative zu den traditionellen hierarchischen, standortbezogenen Beratungen bietet. Face-time is out!

Wissenstransfer und Nischenwissen ist der entscheidende Wertbeitrag von Beratern und ist auch Remote möglich. Was traditionelle Beratungen jedoch nicht können, ist die Bereitstellung von Talenten innerhalb von nur wenigen Tagen und ein sofortiger Zugang zu branchenspezifischen oder lokalem Expertenwissen. Eine noch abstraktere, aber heutzutage immer mehr gefragte Lösung, könnte die Konstellation Strategieberater, Investmentbanker, Entwickler und digitaler Produktmanager sein.

Fintalent hat sich zum Ziel gesetzt die Beratungsbranche zu disruptieren und die exzessiven Overhead-Kosten, die mit traditionellen M&A- und Strategieberatungen einhergehen, deutlich zu reduzieren. Wie ist das möglich?

Die Talente auf unserer Fintalent Plattform haben ein vergleichbares Profil und die meisten von ihnen bringen jahrelange Erfahrung von den größeren Beratungen und Investmentbanken, wie BCG, McKinsey oder Goldman Sachs, mit und haben sich nun entschieden ihre Laufbahn als Remote Freelancer fortzusetzen. Typische Kunden der Plattform sind Fortune 1000 Unternehmen, Private Equity, Venture Capital oder Later-Stage Startups.

Fintalent ist Teil vom Plug & Play Ecosystem, eine der größten Accelerator der Welt mit Sitz im Silicon Valley und bekannt durch ihre frühen Investments in Google, Dropbox und Paypal.

Das Unternehmen hat ihren Sitz in Vaduz und London und hat rekrutiert neben erfahrenen Professionals auch Ivy-League MBA Absolventen, zB. von Harvard, Stanford, NYU Stern, Columbia oder Berkeley. Derzeit nutzen die Plattform mehr als 400 Talente.

Bild: ©Fram Skandinavien AB