Unternehmen auf der ganzen Welt haben die gesetzlichen Änderungen, die mit dem Blockchain Act einhergehen, bemerkt. Die britische Firma Smartlands ist die nächste Plattform, um ihre Projekte in Liechtenstein zu starten.

Liechtensteins Blockchain Act zeigt Ergebnisse. Die in Grossbritannien ansässige Finanzierungsplattform Smartlands hat beschlossen, zukünftige Projekte in Liechtenstein anzusiedeln, weil „das liechtensteinische Blockchain-Gesetz den Anlegern und Emittenten Möglichkeiten bietet.“ Mehr Unternehmen nach Liechtenstein zu bringen, war eines der Ziele, die die Regierung mit der neuen Gesetzgebung anstrebte – und es funktioniert.

Smartland sucht Rechtssicherheit für seine Investoren

Smartlands ist eine in Grossbritannien ansässige Sicherheits-Token-Plattform, die die Tokenisierung von realen Wirtschaftsgütern erleichtert.

Im Jahr 2019 schloss die Plattform mehrere Projekte ab. Sie hat erfolgreich Anteile eines Studentenwohnheims in Nottingham, Grossbritannien, tokenisiert. Die Plattform trat auch dem European Crowdfunding Network (ECN) bei, um zur Entwicklung der Infrastruktur für Sicherheits-Token in Europa beizutragen. Kürzlich kündigte Smartlands die Tokenisierung des Disruptive Technology Fund an, der insgesamt 8 Millionen Euro aufbringen soll. Das Unternehmen sagt, es habe bereits „vielversprechende Angebote“ von mehreren Investitionsfonds erhalten, die die Blockchaintechnologie integrieren wollen.

Anfang 2020 erklärte das Unternehmen, es wolle sich „in erster Linie an den Interessen von vermögenden Privatpersonen, Family Offices und institutionellen Investoren orientieren.“ Liechtenstein und sein regulatorischer Rahmen bilden somit eine perfekte Basis für die neuen Unternehmungen von Smartlands.

Ilia Obraztsov, CEO von Smartlands, sagt: „Wir glauben nach wie vor an die Finanzierung von Crowdfunding, aber das Verweilen auf unseren bisherigen Erfolgen steht nicht im Buch von Smartlands. Wir sind begeistert von den Möglichkeiten, die das liechtensteinische Blockchain-Gesetz Investoren und Emittenten bietet, um jedes Vermögen direkt zu symbolisieren, indem Blockchain-Token als Behälter für jedes Vermögen verwendet werden.“

Das Blockchaingesetz ändert das bestehende liechtensteinische Recht, um die Tokenisierung von Rechten und Vermögenswerten zu ermöglichen. Für Unternehmen wie Smartland, die aktiv mit Investoren zusammenarbeiten, ist Rechtssicherheit der Schlüssel zum Erfolg. „Ausgestattet mit einer hochmodernen Gesetzgebung für Investmentfonds ist die liechtensteinische Jurisdiktion ideal für die Strukturierung von praktisch jedem Finanzprodukt auf einer Blockchain, das es geben kann“, sagt Obraztsov.

Smartlands plant, die Fondsstruktur der Liechtensteiner SICAV zu nutzen

Smartlands wird zukünftige Projekte auf das neue liechtensteinische Gesetz stützen. Es ist geplant, die liechtensteinische SICAV, eine offene Fondsstruktur in Form einer Aktiengesellschaft (AG) mit variablem Kapital, zu nutzen. Anleger können Anteile der AG erwerben, um sich an dem Fonds zu beteiligen.

Obraztsov erklärt: „Liechtensteiner SICAVs sind Industriestandard und eine der beliebtesten Arten von Fonds in der EU. SICAVs können als Umbrella-Fonds für mehrere Teilfonds verwendet werden. Eine solche Struktur bietet eine effiziente und schnelle Möglichkeit, neue Anlageideen und -möglichkeiten in einer der renommiertesten Fonds-Jurisdiktionen auf Blockchain einzuführen. Es ist möglich, jedes beliebige Vermögen mit einem speziellen Teilfonds zu kennzeichnen.“

Smartland ist nicht das erste Unternehmen, das aufgrund des Blockchain-Gesetzes nach Liechtenstein umzieht. Tatsächlich war für die meisten Blockchainunternehmen in Liechtenstein die fortschrittliche Gesetzgebung ein Grund, sich niederzulassen. Weitere Gründe sind die EWR-Mitgliedschaft Liechtensteins, die den Zugang zum europäischen Markt ermöglicht, und effiziente Regierungsbehörden, die den Aufbau technologischer Innovationen erleichtern. Liechtenstein hat viele Vorteile im Vergleich zu anderen Rechtsordnungen, das Blockchaingesetz ist nur ein Teil des Puzzles.

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